Übungsdienste

28.04.2018

Technische Hilfeleistung mit schwerem Rüstsatz gehört ja schon deshalb nicht zu unseren Kernaufgaben, weil wir die Gerätschaften dafür garnicht haben. Was aber passiert, wenn tagsüber zu einer schlechten Alarmzeit jede Hand gebraucht wird? Wie können wir die Kameraden aus Goltern unterstützen und wie können wir einen Einsatz vorbereiten, bis die entsprechenden Gerätschafetn da sind? Das haben wir nun gemeinsam mit den Golterner Kameraden bei einem Sonderübungsdienst geübt. Verunglückte Fahrzeuge in verschiedenen Lagen wurden auf dem Firmengelände eines Kameraden positioniert, um dann die einzelnen Lagen in Ruhe und mit vielen Erklärungen abzuarbeiten. Geübt wurde das Unterbauen von Fahrzeugen, das „Glasmanagement“, öffnen von Fahrzeugen mit Rettungsschere und Spreizer, sowie der Schutz von Personen während der Rettung und letztlich auch das patientengerechte Befreien der verletzten Personen aus dem Fahrzeug.

08.03.2018

Heute haben wir mal etwas ganz neues ausprobiert. Nach dem Motto kein Einsatz ist genormt und manchmal erfordert er eben Kreativität statt FwDv`s habe wir folgendes angenommen:

Brennt PKW, Fahrzeug ist nur 1/4 besetzt, nachrückende Kräfte brauchen noch etwas Zeit

Bei Frank`s letztem Besuch bei unseren schweizer Kameraden in Aarburg bekam er einen Verteiler C2C mit der Frage „könnt ihr den brauchen“? Ein paar Tage und einige Überlegungen später kamen wir zu dem Schluss – Ja damit könnten wir was probieren. Und so haben wir nun ein Konzept erarbeitet, mit dem wir einen 2-teiligen Löschangriff für kleinere Brände wie PKW oder Müllcontainer etc. vornehmen können.

Der C2C Verteiler wird an unseren C-Abgang angekuppelt. An den 1. Abgang kommt ein Übergangsstück C-D und der AT geht mit dem 30m D-Schlauchpaket zur ersten Brandbekämpfung vor. Das D-Rohr kann sehr gezielt und Wasser sparend eingesetzt werden, der Leitungsverlust bei einem D-Schlauch ist viel geringer als bei einem C Schlauch.

Am 2. Abgang des C2C wird unser Zumischer angeschlossen und daran die 30m C-Leitung mit dem Mittelschaumrohr. Nun übernimmt der AT das Schaumrohr und kann das Brandobjekt mit Schaum abdecken.

Paralel zur Brandbekämpfung wird eine Wasserversorgungsleitung am Fahrzeug angekuppelt. Nun wird ein Unterflurhydrant aufgebaut, sofern Einer erreichbar ist und Dieser mit der Versorgungsleitung verbunden werden. Alternativ liegt die Leitung zum Fahrzeug anschlussbereit, um Wasser vom nachrückenden TLF aus Glotern zu bekommen.

In 3 Übungsdurchgängen mit wechselndem Personal haben unsere 500L Wasser immer ausgereicht. Die Brandbekämpfung konnte jedesmal ohne Unterbrechung durchgeführt werden

Wichtig ist noch zu erwähnen, das ausser dem Angriffstrupp und dem Maschinisten niemand eine Feste Aufgabe hatte. Hauptsache es läuft reibungslos. Auch der jeweilige GF, der ja bei dieser übersichtlichen Lage nicht viel zu tun hat, hat beim Aufbau der Schaumleitung oder der Wasserversorgung mitgearbeitet. Sogar unsere jungen T1 Kameraden haben in diesem System Aufgabe übernehmen können, wenn sie vorher klare Anweisungen bekamen. Das hat uns schon recht gut verdeutlicht, wie einfach und effektiv diese Art des Vorgehens sein kann.

30.11.2017

Heute hatten wir wie angekündigt, den GW-L aus Barsinghausen in unserem Feuerwehrhaus. Die Kameraden Björn-Sören Geestmann und Frank Dietrich haben uns gemeinsam mit unserem „Alt-Gruppenführer“ Frank die ABC-Einsatz Beladung des Fahrzeugs vorgestellt. Nach einer Einleitung über Grundsätze des ABC Einsatzes nach FwDv500 und erläuterung der GAMS Regel, haben wir ausgiebig die Möglichkeiten besprochen, die wir als Ortsfeuerwehr haben, um die ABC Spezialkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Das Thema Dekontamination wurde besonders intensiv behandelt, weil wir da auch ohne Fachausbildung viel leisten können. Auch für die Älteren unter uns war viel Neues dabei und dank der beiden Barsinghäuser Spezialisten blieb keine Frage unbeantwortet. Am Ende haben wir dann noch die Neue Dekondusche von Isotemp aufgebaut und den schematischen Aufbau eines Dekonplatzes besprochen.

14.09.2017

Heute hatten wir einen Interessanten Übungsdienst zum Thema „Halligan Tool“ und „Glasmanagement“. Kevin hatte sich mit einem „Roten Heft“ optimal auf das Thema vorbereitet und konnte uns somit viele Anwendungmöglichkeiten dieses für uns neuen Werkzeugs zeigen. Das es leider nicht Schere und Spreizer ersetzt, mussten wir nach zahlreichen Versuchen, eine Kofferraumklappe und einer Seitentür von einem Kleinwagen zu öffnen, schnell feststellen. Das wir aber durchaus als ersteintreffende Wehr vorbereitende Massnahmen treffen können, hat Kevin uns dann gezeigt. So haben wir Ansetzspalte für den Spreizer geschaffen, um dessen Einsatz zu beschleunigen. Nun kam das Entfernen der Autoscheiben mit den Geräten aus unserem Glaskoffer an die Reihe. Kleberoller, Federkörner und vor allem die Glassäge wurden intensiv eingesetzt. Selbstverständlich wurden und vorher die wichtigen Schutzmassnahmen Mundschutz/ Helmvisier/ TH-Handschuhe und auch der Schutz der Insassen erklärt. Zuletzt haben wir uns dann noch mit der Feuerwehraxt an der Motorhaube „ausgetobt“. Beule oder Schlitz war vor jedem Schlag die spannende Frage. :-)

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